Mein Studienobjekt: Chinesischer Salon

Während des Bachelor-Studiums habe ich dieses Architekturmodell eines chinesischen Salons untersucht.
Auch wenn nichts Genaues zum Urheber, Entstehungsanlass und -zeit bekannt ist, ist es doch ein besonders interessantes Stück. Das liegt vorrangig an seinem Materialmix aus Holz, Papier, Pappe, Textil, Fassung und Metall.
Von Außen ist es unscheinbar: äußerst schlicht gearbeitet, monochrom rosa gefasst. Ursprünglich verbarg das schlichte, geschlossene Äußere den Einblick – wie ein Schuhkarton.
Das Innere ist dafür aber umso komplexer und detailierter gestaltet: der Raum war ursprünglich sehr aufwändig plastisch gegliedert. Die Wandgestaltung greift diese Gliederung wieder auf.
Das verwendete Papier ist komplett von Hand bemalt! Durch die große Oberfläche ist das äußerst beeindruckend.
Umso trauriger ist es, dass dieses Modell nur noch äußerst fragmentarisch erhalten ist.
Nach der rein konservatorischen Reinigung und Festigung sowie der Anfertigung einer Lagerungs- und Transportverpackung, ist die vorhandene Substanz gesichert.
Im Master-Studium werde ich versuchen, weitere Untersuchungen durchzuführen, um vielleicht näheres zur Entstehungszeit und dergleichen sagen zu können. Und wenn die Eigentümer dies wünschen, werde ich wahrscheinlich auch eine Ergänzung der Säulen und Balustraden durchführen.
Innenraum, Modell eines chinesichen Salons

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.